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Forscherprofil „Software Engineering: Dependability“

Forscherprofil

Auf Softwaretechnik in Eingebetteten Systemen ist die Arbeitsgruppe „Software Engineering: Dependability“ am Fachbereich Informatik der Technischen Universität Kaiserslautern spezialisiert. Ein Fachgebiet, bei dem die Zuverlässigkeit der Software eine besonders große Rolle spielt. Daher versuchen Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Liggesmeyer und seine Mitarbeiter in verschiedenen Projekten Eingebettete Systeme unter anderem besser zu erfassen und darzustellen, um die Zuverlässigkeit überprüfen und gewährleisten zu können. Der LPZ IT-Radar stellt die Arbeitsgruppe im zweiten Forscherprofil vor.

Forschergruppe „Software Engineering: Dependability“ an der Technischen Universität Kaiserslautern - http://seda.informatik.uni-kl.de/











Leiter: Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Liggesmeyer


Basics

Größe: etwa 10 wissenschaftliche Mitarbeiter und 12 studentische Hilfskräfte

Finanzielle Struktur: 75% Drittmittel (Industrie- und Forschungsprojekte), 25% eigene Mittel

Anzahl abgeschlossener Dissertationen (2008/2009): 3

Ausgewählte wissenschaftliche Veröffentlichungen (2008):
a) Peter Liggesmeyer: Software-Qualität (2. Auflage), Heidelberg: Spektrum-Verlag, 2009
b) Peter Liggesmeyer, Mario Trapp: Trends in Embedded Software Engineering. IEEE Software 26(3): 19-25 (2009)
c) Peter Liggesmeyer: Software-Qualitätssicherung gestern und heute: Theorie und Erfahrung, Standards und Common Sense. Industrialisierung des Software Management 2008: 13
d) Christian Denger, Mario Trapp, Peter Liggesmeyer: SafeSpection - A Systematic Customization Approach for Software Hazard Identification. SAFECOMP 2008: 44-57
e) Stefan Wagner, Manfred Broy, Florian Deißenböck, Jürgen Münch, Peter Liggesmeyer: Software-Qualitätsmodellierung und -bewertung. Software Engineering 2008: 295-297
f) Christopher Robinson-Mallett, Robert M. Hierons, Jesse H. Poore, Peter Liggesmeyer: Using communication coverage criteria and partial model generation to assist software integration testing. Software Quality Journal 16(2): 185-211 (2008)


Wissensgebiete

Software-Anwendungen im technischen Umfeld, speziell zu Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bei sicherheitskritischen Systemen; modellbasierte Techniken zur Quantifizierung von Restrisiken (dabei Fokussierung auf System-Engineering, d.h. gesamtheitliche Produktsicht; interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Elektrotechnik und dem Maschinenbau)

Domänen: Automobiltechnik, Schienenverkehr, Avionik, Medizin, Automatisierungstechnik


Aktuelle, ausgewählte Projekte

1. „VIERforES“ (Virtuelle und Erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit von Eingebetteten Systemen)
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Fördervolumen: 7,5 Millionen €
Laufzeit: Juli 2008 bis Ende 2010
Partner: Universität Magdeburg, Fraunhofer IFF (Magdeburg), Fraunhofer IESE (Kaiserslautern)

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung von Visualisierungstechniken, um vor allem sicherheitskritische Systeme besser zu verstehen. Dabei werden komplexe Sachverhalte in ein einfaches, anschauliches Bild übertragen. Auf diese Weise wird ersichtlich, welche Eigenschaften ein System einschließlich der Software besitzt. Mithilfe dieser Technik soll gewährleistet werden, dass die Software in Eingebetteten System sicher und zuverlässig funktioniert. An dem Projekt arbeiten entsprechend des Profils verschiedene Disziplinen gemeinsam. Daher können die Erkenntnisse später entsprechend für Anwendungen in verschiedenen Feldern wie Produktions-, Fahrzeug- oder Medizintechnik eingesetzt werden. Weitere Informationen: http://vierfores.de/

2. „SPES 2020“ (Softwareplattform Embedded Systems 2020)
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Fördervolumen: ca. 22 Millionen €
Laufzeit: Ende 2008 bis 2011
Partner: insg. 21, darunter Fraunhofer IESE (Kaiserslautern)

Bei diesem Projekt erarbeiten die Forscher innovative Methoden zur Entwicklung von eingebetteten Systemen. Diese werden immer komplexer und damit schwieriger zu beherrschen. Das Besondere an „SPES 2020“ ist, dass solche Systeme künftig nicht länger in Einzelteilen und individuell programmiert werden sollen, sondern die Software modellbasiert entwickelt wird. So sollen auch die Codegenerierung und Qualitätssicherung automatisch ablaufen. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. habil. Liggesmeyer konzentriert sich dabei auf die Sicherheitsanalyse dieser modellbasiert entwickelten und gleichzeitig sicherheitskritischen Systeme. Nähere Informationen: http://www.iese.fraunhofer.de/fhg/iese_DE/press/presseinformationen/PM200902220109spes2020.jsp

3. „Visualization of and interaction with complex graphs on large-scale and high-resolution displays: models, metaphors, and interaction paradigms
Förderer: DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
Fördervolumen (gesamtes Projekt): 1. Förderperiode 6 Mio. €, insg. voraussichtlich 12 Mio. €
Laufzeit: zunächst 2008-2011
Partner: Arbeitsgruppe von Junior-Prof. Dr. Achim Ebert am FB Informatik, TU Kaiserslautern

Diese Forschungsarbeit ist Teil des Projektes „Scalable Visual Analytics: Interaktive visuelle Analysesysteme für komplexe Informationswelten“. Gegenstand ist die Analyse von komplexen und dynamischen Daten sowie deren visuelle Aufbereitung. Inwiefern die Darstellung mithilfe von Graphen und multidimensionalen Daten auf großflächigen und hochauflösenden Bildschirmen unterstützt werden kann, das untersucht die Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. habil. Liggesmeyer. Mehr Informationen: http://visualanalytics.de/node/16/


Ausgewählte Kooperationen

Dauerhafte Zusammenarbeit mit der Siemens AG, München, zu Risikoanalysetechniken für hybride Systeme, und EADS, Ulm, zu Sicherheitsanalysen in der Avionik, sowie mit MBTech, Sindelfingen, zur Automatisierung von Testverfahren für verteilte Systeme in Automobilen. Prof. Dr.-Ing. habil. Liggesmeyer ist Mitglied des interdisziplinären Zentrums für Nutzfahrzeugtechnik (ZNT) an der TU Kaiserslautern. Außerdem besteht eine enge Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (Fraunhofer IESE) in Kaiserslautern, an dem Prof. Dr.-Ing. habil. Liggesmeyer gleichzeitig Institutsleiter ist.


Kontakt

Prof. Dr.-Ing habil. Peter Liggesmeyer

AG Software Engineering: Dependability
TU Kaiserslautern
Postfach 3049
D-67653 Kaiserslautern

Telefon: +49-631-205-3328; Sekretariat: +49-631-205-3341 (Kristina Jerkku)
Telefax: +49-631-205-3331

http://seda.informatik.uni-kl.de/

Forscherprofil #2 „Software Engineering: Dependability“ an der Technischen Universität Kaiserslautern (PDF)

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