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Rückblick auf die ECSA 2011 in Essen

Allgemeiner Beitrag

Die 5th European Conference on Software Architecture (ECSA 2011) fand dieses Jahr im September in der Ruhrmetropole Essen statt. Nachdem einige Wochen vergangen sind und sich die gesammelten Eindrücke setzen konnten, laden wir Sie ein, in diesem kurzen Beitrag mit uns auf die Konferenz zurück zu schauen.

An den vier Konferenztagen wurden den Teilnehmern der 5. ECSA sowohl wissenschaftliche als auch wirtschaftliche Vorträge und Workshops geboten. Mit diesen Beiträgen wurden die aktuellen Trends im Themenbereich Softwarearchitektur intensiv diskutiert.

Besonders positiv bewerteten die Teilnehmer der Konferenz, dass in den Konferenzbeiträgen Experten sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Wirtschaft zu Wort kamen und aus ihren unter-schiedlichen Perspektiven über den gegenwärtigen Stand der Dinge berichteten. Auf diese Weise entstand ein produktiver Austausch zwischen Wissenschaftlern und Praktikern im Hinblick darauf, worin die tatsächlichen Herausforderungen der Unternehmen bestehen und welche möglichen Lösungsansätze die Forschung bieten kann.

Die wissenschaftlichen Vorträge hielten Albrecht Schmidt vom Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme (VIS) an der Universität Stuttgart, Harald Gall, Direktor des „Software Evolution and Architecture Lab“ (s.e.a.l.) der Universität Zürich, und Raffaela Mirandola vom Politecnico di Milano. Sie berichteten über aktuelle Entwicklungen in der akademischen Gemeinschaft. Dabei stellten sie die Zusammenhänge zwischen Architektur und Benutzerinteraktion dar und präsentierten Visualisierungs-, Analyse- und Interaktions-methoden für Software Architekturen. Auch Software-Performance-Steigerungen in und für dynamische Umgebungen wurden diskutiert.





Abbildung 1: Visualisierung der Architektur des Java Development Kit (JDK) v1.5 (Quelle: http://www.inf.usi.ch/phd/wettel/codecity-wof.html)


Harald Gall stellte ein Framework vor, welches in Form von „Analysis as a Service“ helfen kann, Software Architekturen zielgerichtet zu ana-lysieren. Abbildung 1 zeigt die dargestellte Visualisierung und verdeutlicht z. B. die Größe und die Komplexität der Komponenten des Java-Development-Kits (JDK) 1.5. Um derartige Architekturen zu analysieren und ihre Evolution zu kontrollieren, wird eine Vielzahl von unterschiedlichen Analyseprogrammen benötigt. Das Framework stellt unterschiedliche Analysekomponenten bereit, die zu einer spezifischen Analyse orchestriert werden können, sodass die verschiedenen Aspekte von Architekturen einbezogen werden können.

In den drei wirtschaftlichen Vorträgen wurden aktuelle Probleme und Herausforderungen für Unternehmen behandelt, die in Bezug auf Soft-warearchitekturen auftreten. Eberhard Wolff (Architecture Technology Manager der adesso AG) berichtete über Erfahrungen und Problemlösungen in der Entwicklung und Umsetzung von Software-architekturen in der Wirtschaft. Jörg Koletzki (Mitglied der Geschäfts-führung der E.ON IT GmbH) beschrieb Erfahrungen und Methoden, um Enterprise-Architecture-Management in einem Unternehmen zu etablie-ren. Magnus Larsson, Software-Manager bei ABB Corporate Research, gab einen Einblick in wirtschaftlich gesteuerte Langzeitforschung und Anwendungsentwicklung.

In weiteren Vorträgen, in der Kategorie „Emerging research“ wurden 24 Artikel vorgestellt, deren Schwerpunkte auf der Qualitätssicherung bei Softwarearchitekturen sowie auf Servicekomposition, Überwach-ung und Konfiguration von Software- und Enterprise-Architekturen in Echtzeit lagen. Ansätze zur semantischen Integration von Qualitätsanforderungen in Softwarearchitekturen sowie architek-tonische Qualitätsgesichtspunkte wurden erörtert. Außerdem wurde die Servicekomposition aus unterschiedlichen Architektursichten be-trachtet sowie deren End-User-Orchestration diskutiert. Des Weiteren wurden modellbasierte Ansätze zur Rekonfiguration von verteilten Echtzeitsystemen, ein Monitoring-Framework für komponentenbasierte Softwaresysteme sowie Echtzeitüberwachung und Echtzeit-Controlling von Enterprise-Architekturen behandelt.

Die Vorträge in den Kategorien „Full research“ und „Experience“ befassten sich primär mit Produktlinien-Architekturen und deren Änderungsanalysen sowie Design und Evaluation von Architektur-Pattern im Kontext von Open-Source-Software. Daneben wurde ein Referenzmodell für das Testen von serviceorientierten Anwendungen und eine auf Architekturen basierende Fehlerdiagnose für Software-systeme vorgestellt.

Außer den Vorträgen fanden zwei ganztägige Workshops zu den Themen „Traceability, Dependencies and Software Architecture“ sowie „Software Architecture Variability“ statt und eine Postersession, die der Darstellung aktueller Forschungsherausforderungen gewidmet war. Hierbei reichte das Themenspektrum von Human-as-a-Service-Managementfunktionen bis zum semantischen Monitoring von Daten und Ressourcen auf Basis von Ontologien.

Nicht zuletzt luden die „social events“ rund um die Konferenz zum Ideenaustausch und Knüpfen interdisziplinärer Kontakte ein.


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